Dienstag, 24. August 2010
24
August
2010
Djamila ist eine Frau, die auf den ersten Blick nicht anders zu sein scheint als die meisten Frauen. Doch jeder der ein wenig mehr Zeit mit ihr verbringt, entdeckt ihre lebendige Seele. Wenn sie erzählt, durchlebt man mit ihr gemeinsam das Erzählte. Wenn ihr schöner Mund sich zu einem lächeln verzieht, ihre schönen Zähne zum Vorschein kommen und ihre olivgrünen Augen sich in kleine Halbmonde verwandeln, steckt sie unweigerlich jeden damit an.
An diesem sonnigen Nachmittag war sie mit Christoph verabredet. Der Mann, der sie den Rest der Welt vergessen ließ. Wenn sie ihre Zeit mit ihm verbrachte, philosophierten sie über die Welt und traten ein in das unbegrenzte Reich der bunten Vorstellungskraft. Es gab keine Welt außerhalb der ihren. Christoph liebte sie von ganzem Herzen, so wie sie ihn.
Ein Leben ohne den anderen war undenkbar und doch waren beide Individuen, die sich gegenseitig respektierten, in all den unterschiedlichen Facetten die existierten. Im Gegensatz zu Christoph war Djamila sehr konservativ und pflichtbewusst. Manchmal beneidete sie Christoph für seine Unerschrockenheit und eine kleine, nicht verschwinden wollende Stimme in ihr sagte ihr, dass es jenseits von Konventionen und Pflichten eine Art Freiheit gibt, die Christoph imstande ihr zu zeigen war. Djamila stand mit ihrer verwaschenen Jeans und dem lilafarbenen Pulli am Ufer des Kiessees und ließ Steine über das Wasser springen, während sie auf ihre große Liebe wartete. Jeder Berührungspunkt der Steine mit dem Wasser hinterließ Kreise, die sich ausweiteten. Es war Spätsommer und die Bäume, die den Kiessee säumten, verfärbten sich langsam in warme gelb und rottöne. Djamilas liebste Jahreszeit brach an. Im Herbst veranlassten die sich verändernden Farben der Blätter sie dazu, nachzudenken über alles sich verändernde im Leben.
Sie schaute auf die Uhr. Christoph war fünf Minuten zu spät, das war nicht üblich für ihn.
Ihr Herz sprang und ein Schmerz durchfuhr ihre Brust. Würde er noch kommen?
Bisher war er zuverlässig und treu. Doch es gibt Momente, in denen der Schleier der Verliebtheit sich legt und die Tatsachen sichtbar werden. Wie passte Christoph schon in ihr Leben? Sie war anstrengend und kompliziert, launisch und manchmal spielte sie unfair. Nicht in böswilliger Absicht, doch sie tat es. Hatte sie Christoph verjagt, ohne es zu merken? Eigentlich war ihr die ganze Freundschaft und Beziehung zu Christoph von Anfang an merkwürdig vorgekommen. Zu gut um wahr zu sein. Zu aufrichtig um beständig sein zu können.
Allmählich machte sich Panik breit und Djamila begann schneller zu atmen. Sie versuchte, den Druck zu vernichten der sich immer deutlicher in ihrer Brust bemerkbar machte.
„Hallo Djamila, ich habe unterwegs noch einen alten Bekannten getroffen, entschuldige die Verspätung“, sagte Christoph und nahm ihre Hand. Sie drückte sie fest und ihre Augen leuchteten. „Ja, so etwas dachte ich mir schon“.




Über Anmerkungen würde ich mich sehr freuen.




Mittwoch, 21. Juli 2010
21
Juli
2010
Ich lausche dem Klang deiner Stimme
aus deiner Kehle die wildesten Klänge
Du raubst mit deinem Spiel mir die Sinne
Dein Gedenk ich, im Trouble der dreckigen Menge

Voll von Emotionen geladen
spieltest du als gäbs mich nicht
Danach kamen deine Barrikaden
Und jetzt wurds dunkel wo einst war Licht

Doch ich war da, die ganze Zeit
Ich hörte dich, wütend Schreien




21
Juli
2010
Der Magen gefüllt mit Blei
Die Arme ganz dicht am Körper
Verklemmt und verbohrt, weit weg von frei
Ja wahrlich, nur im Kopf
sind die Gedanken an fremden Orten




Dienstag, 6. Juli 2010
06
Juli
2010
Mein Tief ist überwunden, schätze ich.
Nach dem wunderbaren Besuch meiner so ziemlich besten Freundin hier in meiner neuen Stadt fühle ich mich einfach nur zufrieden. Sie hat mir mit ihrem Besuch ein Stück Heimat hierher mitgebracht.
Für mich geht es morgen schon los in den Urlaub und ich freue mich natürlich sehr darauf.
Ich muss mich meistens ein Stückchen überwinden, mich mit Menschen zu umgeben, so in meinem Alltag. Die meisten Dinge mache ich aus Gewohnheit allein. Ein von mir sehr geschätzter Mensch ist schon lange der Meinung, dass das viele Unzufriedenheiten auslöst und nach dem erfrischenden Besuch, verstehe ich.
Ähnlich wie in dem Film "Into the wild" die Erkenntnis: "Happiness only real when shared"
Wobei das sehr dramatisiert ist gerade, wenn man den Film kennt.

Ich schreibe hier übrigens um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und einen Teil davon festzuhalten.
Man kann schließlich nie wissen wofür das gut ist.
In diesem Sinne, gutes Gelingen